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Eine fünffältige Wirkkraft Gottes stellen sich vor

„Er (der Auferstandene) ist es nun auch, der der Gemeinde Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer. Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird. Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.“

(Epheser 4,11-13)

Apostel – der Beweger

Die Begabung des Apostels besteht darin, als Missionsstratege Gemeinden zu gründen oder die Entwicklung von Gemeinden nach innen wie nach außen zu fördern. Durch einen Apostel wird der Gemeinde Fundament und Vision gegeben (1Kor 3,10). Dabei schafft er ein Klima für das Entdecken, Ausüben und Anwenden einzelner Begabungen. Er findet, fördert und setzt Menschen in ihren Begabungen für die Gemeinde und das Reich Gottes frei. Sein Anliegen ist es, die Gemeinde in ihre Bestimmung zu bringen, Licht und Salz in der Welt zu sein. Als Problemlöser, Talententdecker und Pionier mit himmlischem Bau-Know-how agiert ein Apostel als Bahnbrecher, Trainer und Pflanzer. Um gesteckte Ziele zu erreichen, werden Pläne entworfen und umgesetzt. Wenn er in Aktion tritt, bewegt sich etwas. Wo ein apostolisch Begabter ist, entsteht eine Art »Sub-Unternehmer«-Atmosphäre. Mit einer Art Weitwinkelobjektiv hält er auf einem Hügel Ausschau nach dem nächsten Land. Sein nach vorne gerichteter Blick spürt langfristige Entwicklungen in Gemeinde und Gesellschaft auf. Er denkt somit in überregionalen, internationalen oder globalen Größenordnungen. Der Blick für das Ganze zeichnet ihn aus und führt von einer Binnensicht in eine umfassende Reich-Gottes-Perspektive. Ein Apostel entwickelt Strategien, wie Dörfer, Städte und ganze Nationen erreicht werden können und sucht nach Wegen, Gesellschaftliches (Politik, Wirtschaft, Medien, Kunst, Bildung, Familie usw.) mit der Wirksamkeit des Gottesreiches in Berührung zu bringen. Ohne Apostel fehlt in der Gemeinde die Nervenbahn, die den Einzelnen in seiner Begabung sieht und aktiviert. 

Hirte – der Klimapfleger

Ein Hirte hat den Menschen im Blick und kann sich stundenlang mit den Nöten Einzelner befassen. Da ihm ein intaktes Miteinander am Herzen liegt, sorgt er sich um das Wohlergehen des Einzelnen in der Gemeinde. Dafür bleibt er vor Ort und kümmert sich um seine Schafe. Sieht er ein Schaf in Not, lässt er alles stehen und liegen, um ihm zu helfen. Der Blick des Hirten richtet sich auf Gesichter und nicht auf Projekte oder Strategien. Sein Anliegen ist es, Herzen zu heilen und miteinander zu verbinden. Hilfreich sind dabei seine Ausstrahlung von Nähe und die Freude an Beziehungen. Als Seelsorger ist ihm der Zustand seiner Herde stets bewusst. Er fragt nicht zuerst nach Leistung, sondern nach dem Menschen selbst. Ein zentraler Punkt für den Hirten ist die Einheit, auch wenn diese auf Kosten der Wahrheit gehen kann. Auch in seiner Verkündigung hat der »Kümmerer« den einzelnen Menschen im Blick. Aus seiner Perspektive ist alles, was außerhalb der Gemeinde ist, ein »übergemeindlicher« Extra-Aufwand und damit fakultativ. Ohne Hirten fehlt in der Gemeinde die Nervenbahn, die den Einzelnen in seiner Not und in seinen Bedrängnissen wahrnimmt.

Evangelist – der Kommunikator

Der Evangelist ist ein Mensch mit einer großen Leidenschaft für Noch-nicht-Christen. Er verkündigt ihnen das Evangelium und sieht deren Verlorenheit. Dabei hat er die Gabe, in den unmöglichsten Situationen mit wildfremden Menschen über das Evangelium zu sprechen, ohne dass es künstlich wirkt. Die Heilstaten Gottes kommuniziert er einfach und überzeugend. Die Gemeinde wird von einem Evangelisten dazu angehalten, die durch Sünde verursachte Verlorenheit und Gottesferne des Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Seine Liebe für die verlorene Welt ist ansteckend. Ein Evangelist kann die Verkündigung von Gottes Gnadenangebot in Sprache und Methodik jungen wie alten Menschen, Studenten wie Handwerkern oder Geschäftsleuten etc. für ihren jeweiligen Kontext verständlich und überzeugend vermitteln. Dabei hält er den Blick wach für den Missionsauftrag. Evangelisten überwinden all die »guten Gründe«, die es in einer Gemeinde gibt, das Evangelium jetzt nicht zu verkündigen. Ohne ihn fehlt in der Gemeinde die Nervenbahn, die den Einzelnen für die Verkündigung des Evangeliums in Gang setzt.

Lehrer – der Fundamentleger

Der Lehrer legt biblisch fundierte Grundlagen, auf denen solide aufgebaut werden kann. Er bringt Stabilität in die Gemeinde, verwurzelt das Gepflanzte durch das Wort Gottes. Biblisches wird von ihm so weitergegeben, dass andere es verstehen, behalten und in ihr Leben integrieren können. Auf Basis seiner Identifikation mit dem Wort Gottes entwickelt er Glaubensgrundkurse, biblischen Gemeindeunterricht oder sonstige Lehrveranstaltungen. Ein Lehrer strebt danach, genau zu verstehen, wie die Zusammenhänge sind, und geht den Dingen gewissenhaft auf den Grund. Er fragt nach der Verankerung im Wort Gottes und schiebt den Vorhang, der manchen die Erkenntnis zur Heiligen Schrift verdeckt, zur Seite. Sein Potential zeigt sich in klaren Strukturen und logischen Argumentationen. Ohne Lehrer fehlt in der Gemeinde die Nervenbahn, die den Einzelnen in ein tieferes Verständnis dem Wort Gottes gegenüber führt.

Prophet – der Querdenker

Der Prophet hat die Gabe, das für die Situation aktuelle Wort Gottes in das Leben der Menschen zu sprechen. Er sucht dafür Gottes Nähe, hört seine Stimme und gibt den Menschen Gottes Absichten weiter. Bei seinem Fragen nach dem Herzschlag und den Gedanken Gottes vernimmt er von Gott einen Impuls oder eine Schau (Vision) und gibt dies weiter, meist ohne zu wissen, wie die Umsetzung dazu erfolgen könnte. Das, was er im Himmel sieht, spricht er auf Erden aus. Durch ihn wird Verborgenes ans Licht gebracht und die Gemeinde aus einer falsch geglaubten Harmonie gerissen. Dies kann dazu führen, dass er mit dem eher harmoniebezogenen Hirten schnell in Konflikte gerät. Das prophetische Reden deckt auf, was unter den Teppich gekehrt wird (2Sam 12,7). Dadurch öffnet er den Horizont für die Sicht, warum es in einer Gemeinde oder Gesellschaft ist, wie es ist. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Heiligkeit Gottes geehrt und die Wahrheit respektiert wird. Dabei hat er auch ein Mandat, Verantwortungsträger der Gesellschaft mit dem Willen Gottes zu konfrontieren. Er liebt Spontaneität und Veränderung. Ohne Prophet fehlt in der Gemeinde die Nervenbahn, die den Einzelnen in das unmittelbare Hören zu Gott führt. 

Wie geht es weiter? KAIROS.jetzt

Jeder Christen ist berufen und befähigt in seinem ganz normalen Lebensumfeld Licht und Salz zu sein. Oder anders gesprochen: Jeder Christ und jede Kirchengemeinde hat die Würde und die Befähigung himmlische Zustände auf die Erde zu bringen. Wir setzen dabei nicht auf Aktionismus, sondern wollen Sie sensibilisieren, trainieren und inspirieren Ihre individuellen alltäglichen Kairosmomente zu nutzen.

Dazu freuen wir uns, Sie im Frühjahr 2019 auf der Homepage KAIROS.jetzt begrüßen zu dürfen.

Auf den Kairos kommt es an? 

Es gibt zwei Arten von Zeit. Zum einen die „normale“ Zeit (griechisch Chronos). Chronos meint die Lebenszeit, die in Tagen, Stunden und Sekunden von einem Chronometer (Uhr) gemessen werden kann. Zum zweiten die „ganz besondere“ Zeit, der rechte Augenblick im Jetzt (griechischen Kairos). 

Währen der Chronos gemessen wird, wird der Kairos sinnbildlich gewogen, denn er fällt ins Gewicht. Im Kairos ist plötzlich die Gelegenheit da, wo wir uns im Chronos vergebens abmühen. Ein Adler kann stundenlang auf der Jagd über die Felder kreisen, um schließlich erschöpft aufzugeben, oder er wartet auf die Gelegenheit, wo er in dem einen Augenblick sein Ziel erreicht. Sensibilität für den Kairos bedeutet zur rechten Zeit das Rechte zu tun. Bildlich gesprochen: Den richtigen Zug zu nehmen. Das Brot aus dem Ofen zu holen, wenn es fertig ist. Die Äpfel vom Baum zu schütteln, wenn sie reif sind. Einzutreten, wenn die Tür offen ist. Unternehmen sprechen hier vom strategischen Fenster im Kairos. Der Moment indem die Gelegenheit beim Schopf gepackt werden muss. Dazu braucht es eine innere Aufmerksamkeit und Sensibilität.

Auf den Kairos kommt es an. Den Kairos zu nutzen bedeutet, sich keinem Aktionismus hinzugeben, sondern auf das besondere Momentum inmitten des Alltags zu achten. Wer den Chronos auszukaufen sucht, ist ein getriebener Burn-out-Mensch. Er wird regelrecht von der Zeit (Chronos) gefressen, indem er chronisch müde, unzufrieden, gehetzt oder krank ist. Indem er Zeit gewinnen will, verliert er sie. Die Zeit läuft ihm davon. Der getriebene Mensch verpasst die Gelegenheit (Kairos), die das Leben lebenswert macht. Der Kairos hält eine faszinierende Dimension des Lebens für uns bereit, den der Chronos zu verschlingen sucht. Wer den Kairos nutzt ist ein Burn-in-Mensch. Der Burn-in-Mensch bekommt sein Feuer durch die besondern Momente im alltäglichen. Er entdeckt inmitten des normalen Lebens die sich bietenden Gelegenheiten und kostet diese aus.

Was bedeutet „Kairos“ für mein Leben? 

Für unser Leben benötigen wir nicht nur einen Chronometer, sondern auch eine Art Kairometer. Dies hat der Apostel Paulus im Blick wenn er schreibt: „Gebt sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. Dies geschieht, indem ihr den Kairos auskauft […] darum müsst ihr immer wieder vom Heiligen Geist durchdrungen werden.“ (Eph 5,15ff). Der Heilige Geist ist der uns gegebene Kairometer, denn er hilft uns die besonderen Momente zu erkennen und zu nützen. Das bedeutet geistesgegenwärtig zu Leben. Der geistesgegenwärtige Mensch erkennt den Kairos im Jetzt und schöpft so aus der Fülle göttlicher Gelegenheiten. Hier wird Gott im alltäglichsten erfahrbar. Kairosmomente sind heilige Momente, denn hier werden die Weichen gestellt. Beispielsweise, ob…

  • Ehe und Familie – Segen oder Fluch ist
  • Bildung – Wahrheit oder Lüge verbreitet
  • Wirtschaft – Ressourcen zur Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit einsetzt
  • Politik – die Gesellschaft stabilisiert oder tyrannisiert  
  • Kunst – Werte feiert oder verhöhnt 
  • Religion – Gottvertrauen oder Gottlosigkeit fördert
  • Medien – zum Guten oder zum Bösen hin prägen 

Kairos.jetzt stellt das besondere Momentum inmitten des ganz normalen Lebens heraus. In der Familie, am Arbeitsplatz, in der Wirtschaft, in den Medien, den Religionen, der Kunst, der Regierung und der Bildung. Kairos.jetzt inspiriert, sensibilisiert und trainiert die heiligen Momente im Alltag zu entdecken und zu nützen: Dies bedeutet beispielsweise…

  • einen befreienden Blick für die alltäglichen Gelegenheiten zu gewinnen
  • christliche Subkulturen aus den Hinterhöfen der Bedeutungslosigkeit zu führen
  • in die Welt aktiv einzuwirken und nicht den Chaosmächten zu überlassen
  • den Arbeitsplatz als Gestaltungsmöglichkeit zu entdecken und zu nützen
  • Religionen mit Jesus Christus in Berührung zu bringen
  • Künstler zu inspirieren, das Schöne herauszustellen 
  • ein gesundes Familienumfeld zu fördern 
  • keine Berührungsängste mit Verantwortungsträger zu haben
  • die Faszination der Liebe und der Heiligkeit Gottes zu proklamieren  

Dieser kurze Einblick soll einen ersten Eindruck vermitteln. Wir freuen uns, Sie im Frühjahr 2019 mit der Website www.Kairos.jetzt in diese faszinierende Dimension göttlicher Wirksamkeit hinein nehmen zu dürfen.  

Dr. Stefan Vatter